Für Schulsporthalle im Lindach-Schulbereich

14.07.2012

Richtig waren Fragebogen für Vereine und VHS sowie Schulen und ein ergänzendes Gespräch der Stadtverwaltung mit den Schulen. Bedarfsgerechte Lösungen sind nun möglich.

Beides bestätigen den Bedarf an zwei zusätzlichen Halleneinheiten (unabhängig von Ersatz für Käppele-Turnhalle ). Die Angaben der Vereine zeigen aber auch, dass zur Bedarfsdeckung nicht immer wettkampf- und normgerechte Hallen notwendig sind, sondern auch kleinere Einheiten. Das bestätigt den Turnerbund-Präsident Brechtgen beim 100-Jahr-Jubiläum des TV Mühlacker. Er riet zu flexiblen Lösungen und empfahl, vom schieren Blick auf Hallen mit Standardnormen abzusehen. Die Kommune solle vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung (der Anteil immer älter werdender Menschen nimmt zu) Konzepte für die nächsten 20 Jahre entwickeln. Sein Rat: Nicht nur in Hallen mit Standardmaßen denken, auch mal einen Anbau als kleinere Gymnastikhalle als Variante realisieren.
Schulsport ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Stadt. Eine Halle für den Schulsport ist aber auch zum Vorteil der Vereine, die daraus zusätzliche Hallenkapazitäten erhalten. Der GEB Schulen verweist darauf, dass eine wie im Lindach 2008 geplante Halle auch die Normen für Handballtraining hätte.
Die CDU-Fraktion zieht folgende Schlüsse aus Fragebogen und Gesprächen:

  1. Eine neue zweiteilige Halle muss dort gebaut werden, wo der Bedarf vorhanden ist oder weiter entsteht zum Beispiel durch Ganztagesschulen. Das ist das Schulzentrum Lindach. Wir wollen nicht, dass weitere Generationen vom Lindach ins Käppele müssen mit all dem zusätzlichen organisatorischen Aufwand, der Gefahr der Verspätung und der Hemmnisse für den Schulbetrieb z.B. auch des THG, das nicht in die Randzeiten ausweichen kann, weil diese von den Schulen aus dem Lindach belegt werden müssen. Wir sind dafür, rasch den Bau einer zweiteiligen Halle im Bereich Lindach anzugehen, zumal wir dort mit über 200.000 Euro Planungskosten 2008/09 in Vorleistung gegangen sind.
  2. Als zweitem Standort für die Sporthallen halten wir am jetzigen Standort im Käppele fest. Ein ersatzloser Abbruch dieser Halle kommt nicht in Frage, auch weil sie für Zwecke des Stadionbetriebs genutzt wird (siehe Punkt 4 der Vorlage). Aber auch aus städtebaulichen Gründen und als Abschluss des Stadions nach Süden brauchen wir dort ein entsprechendes Gebäude. Wir haben für rund 400.000 Euro eine rückwärtige Fläche gekauft, um die Halle neu und größer bauen bzw. bauen zu können. Der jetzige Zustand der Käppele-Turnhalle kann nicht auf Dauer sein. Die CDU-Fraktion kann sich eines vorstellen: Sanierung des Gebäudes mit Anbau. Eine Vergleichsberechnung muss zeigen, ob dies wirtschaftlicher ist oder ein Neubau als Ersatz.
  3. Aus all dem ergibt sich, dass ein Standort hinterm Hallenbad der Allgemeinheit nicht zweckdienlich wäre.
  4. Wir wollen auch auf den Landeszuschuss nicht verzichten und gehen davon aus, dass der Antrag von der Stadt für die Verteilerrunde 2013 rechtzeitig in diesem Jahr beim Regierungspräsidium gestellt wird.
  5. Schließung während der Schulferien: Hier sind wir für einen einjährigen Probelauf, um die Öffnungszeiten während der Sommerferien großzügiger für die Vereine zu gestalten. Hier muss sich die Stadt bewegen. Unterhaltungsarbeiten sind notwendig, Urlaub für die Hausmeister ebenso. Möglicherweise sind dabei aber flexible Lösungen denkbar – bis hin zur Schlüsselgewalt für Vereine während des Trainingsbetriebs. Die Verantwortung läge dann zeitweise bei den Vereinen.


 

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