Hopfenstangen im Hart dürfen auch im Winter stehen bleiben

29.03.2020

Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum setzte sich beim Landratsamt dafür ein - Mit dem Hopfengarten erinnert Verein an die Tradition des Bierbrauens in Lienzingen

Das Hopfenfeld in der Hart in Lienzingen. zoom
Das Hopfenfeld in der Hart in Lienzingen.

Mühlacker-Lienzingen. Auch wenn die Hopfenstangen hierzulande nicht landschaftstypisch seien, wird vom Landratsamt Enzkreis inzwischen keine unbedingte Notwendigkeit mehr gesehen, dass die Hopfenstangen im September nach der Ernte wieder eingeholt werden müssen. „Wir geben gerne weiter, dass das Landratsamt zustimmt, dass die Stecken im Winter in der Erde verbleiben können“, ließ jetzt die Baurechtsbehörde der Stadtverwaltung Mühlacker den Vorsitzenden des Bierkeller-und Kulturvereins Lienzingen e.V., Roland Straub, wissen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum hatte sich bei der Unteren Naturschutzbehörde des Enzkreises dafür eingesetzt, dass die Mitglieder des Vereins nicht jedes Jahr im Herbst zu dem beschwerlichen Einsatz ausrücken müssen, die langen Stangen aus dem Hopfengarten im Hart zu entfernen, um sie im Frühjahr rechtzeitig für die neue Wachstumsperiode des für die Herstellung des Lienzinger Bieres verwendeten Materials wieder in den Boden zu bringen. Bei einer Besichtigung des Hopfenfeldes südlich der B 35 hatte Krichbaum, der auf Einladung der beiden Kreisräte Günter Bächle, auch Sprecher der CDU-Gemeinderatsfraktion Mühlacker, und Dr. Peter Napiwotzky, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, vor Ort war (wir berichteten), von Straub von dieser Auflage erfahren. Er vertrat die Meinung, ehrenamtliche Tätigkeit dürfe nicht zusätzlich durch bürokratische Hindernisse erschwert werden und setzte sich mit dem Landratsamt in Verbindung. Der Verein hatte die ursprünglich verwendeten Holzstangen durch Bambusrohre ersetzt, die den Stürmen durch ihre Beweglichkeit besser Trotz bieten. Mit dem Hopfengarten erinnert der Verein an die Tradition des Bierbrauens in Lienzingen. Insofern gehören, so Straub, die Stangen historisch auch zu Lienzingen.


 

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