21.07.2026
Wie schnell werden Nachrichten über geplante Straßensperrungen an die Autofahrer gebracht, wollte die CDU-Ratsfraktion wissen
Mühlacker. Wenn die gewohnte Strecke – womöglich gar ohne Vorwarnung - plötzlich ganz oder teilwei-se gesperrt ist, ärgert sich so mancher Autofahrer. In der CDU-Ratsfraktion sind einige Beschwerden dazu eingegangen. Der konkrete Anlass für eine Gemeinderatsanfrage des Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Günter Bächle, war die zeitweise Teilsperrung der Lienzinger Straße im Bereich der Eisenbahnbrücke. Eine Frage, die an ihn herangetragen wurde: Warum werden keine Warnschilder vor Beginn der Bauarbeiten aufgestellt, wie es beispielsweise bei Baustellen auf der B10 oder B35 der Fall ist?
„Die genannten Beispiele beziehen sich auf das überregionale Fernstraßennetz“, antwortete Oberbür-germeister Stephan Retter dem Sprecher der CDU-Fraktion. Für die Absperrungen und die entsprechende Beschilderung sind Bundes- oder Landesbehörden zuständig. „Dort gelten völlig andere Maßstäbe für den Durchgangs- und Schwerlastverkehr.“ Die Zuständigkeit innerhalb der Stadt liegt bei der kommunalen Verkehrsbehörde, die Standardschilder gemäß den Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA) verwendet.
Eine frühzeitige Beschilderung mit dem genauen Datum der Maßnahmen ist aus organisatorischen Grün-den kaum möglich, da die Planungen extrem frühzeitig abgeschlossen sein müssten und keine Verzöge-rungen (zum Beispiel durch schlechtes Wetter) auftreten dürften. Falsche Daten auf den Schildern wür-den zu großer Verwirrung führen. Zudem stünde der Aufwand für den Auf- und Abbau in keinem Ver-hältnis zur Dauer der Bauarbeiten, so der OB. Da solche Schilder auch nicht verpflichtend sind, müsste die Stadt Mühlacker die Kosten dafür komplett übernehmen.
Ein Benachrichtigungssystem gibt es nicht auf der städtischen Homepage und kann auch nicht implemen-tiert werden. Der Mängelmelder bildet eine Ausnahme, da die Einwohner selbst Meldungen erstellen können und dabei auch ihre Kontaktdaten für weitere Benachrichtigungen zu diesem Thema angeben können.
Neben der Homepage, Pressemitteilungen und Amtlichen Bekanntmachungen werden Straßensperrun-gen auch auf dem Instagram-Kanal der Stadt Mühlacker veröffentlicht. Wer der Stadt dort folgt, erhält regelmäßig Updates im Story-Format, darunter auch Informationen zu neuen und bevorstehenden Sper-rungen. Zudem werden alle aktuellen Sperrungen auf der städtischen Instagram-Seite in einem eigenen Highlight-Bereich aufgeführt und können dort mit nur wenigen Klicks eingesehen werden, zitiert die CDU aus der Antwort von Retter.
Aus dem Gemeinderat kam inzwischen ein anderer Vorschlag, nachdem die Antwort an Bächle an alle Ratsmitglieder ging. Ließe sich nicht ein allgemein einsetzbares Schild implementieren: "Straßensperrun-gen demnächst geplant, konkrete Informationen auf xx und xx"?
Die Stadt Mühlacker besitze auf ihrer App auch die Sparte "Rathaus aktuell", wohin solche Informationen gut passen würden, und die mit Push-Nachricht benutzt werden könne, so Dr. Angelika Denzler. „Wäre besser als Garnichts, so ihr christdemokratischer Kollege.