13.08.2026
Abgeordneter der CDU berichtet von den Koalitionsverhandlungen, an denen er nach der Landtagswahl mitwirken durfte, vom Aufbau seines Abgeordnetenbüros sowie von seiner Arbeit im Ausschuss für Finanzen und im Ausschuss für Europa und Internationales
Mühlacker. Im Rahmen seiner Sommertour hat der direkt gewählte CDU-Landtagsabgeordnete Nico Gunzelmann in der vergangenen Woche zu einem politischen Afterwork in Mühlacker eingeladen. Gemeinsam mit dem CDU-Stadtverband Mühlacker bot der Abend in Höhner’s Lokale Genüsse Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen.
Zu Beginn gab Gunzelmann einen kurzen Einblick in seine ersten Monate als Landtagsabgeordneter. Dabei berichtete er unter anderem von den Koalitionsverhandlungen, an denen er nach der Landtagswahl mitwirken durfte, vom Aufbau seines Abgeordnetenbüros sowie von seiner Arbeit im Ausschuss für Finanzen und im Ausschuss für Europa und Internationales.
Auch die politischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre kamen zur Sprache. Für Gunzelmann stehen dabei insbesondere die Bereiche Wirtschaft, Bildung, Sicherheit und Soziales im Mittelpunkt. Entscheidend sei, diese Themen nicht getrennt voneinander zu betrachten: „Eine starke Wirtschaft schafft die Grundlage für einen handlungsfähigen Staat und ein funktionierendes Gemeinwesen. Gleichzeitig brauchen wir gute Bildung, Sicherheit und einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Bereiche greifen unmittelbar ineinander“, betonte Gunzelmann.
Auch einen breiten Raum nahm das von der Grün-Schwarzen-Koalition im Land geplante verpflichtende Kindergartenjahr mit obligatorischen Bildungsinhalten. Die Schulpflicht werde vorgezogen, damit sich alle Kinder – auch die, die bisher kein Angebot der frühkindlichen Bildung wahrnehmen – gut entwickeln können und auf den Schulstart vorbereitet sind. Das Land wollen sicherstellen, dass dieses dritte Jahr für die Eltern beitragsfrei werde, zudem plane das Land, den durch diese neue Regelung den Kommunen und freien Trägern entstehenden Mehraufwand voll zu ersetzen.
Die Gesprächsrunde war sich einig, dass die Regelungen nicht übers Knie gebrochen werden dürfen. Denn die Elternbeiträge seien unterschiedlich hoch, der Anteil der Kinder, deren Eltern das dritte Kindergartenjahr nicht nutzen genauso. So sei dies in Mühlacker nur etwa ein Prozent. Dem Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle, schwebt vor, die gesamten Kosten fürs dritte Jahr vom Land zu übernehmen nach dem Beispiel Schulen, bei denen das Land die Lehrenden finanziere, die Kommunen das Personal für Schulsekretariate, Hausmeister und Betreuungskräfte. „Wenn schon Schulpflicht, dann konsequent.“
Im weiteren Mittelpunkt des Abends stand anschließend der persönliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Dabei entwickelte sich eine offene Diskussion über aktuelle politische Themen und Anliegen aus dem Wahlkreis. Dazu gehörten auch die Kommunalfinanzen. Die erste Runde der Gespräche zwischen Landesregierung und kommunalen Spitzenverbände seien nicht krachend gescheitert. „Meist einigt man sich nicht schon in der ersten Runde. Auch hier wird es eine weitere geben“, so der Finanzpolitiker. Die CDU wolle das Angebot verbessern.
„Politik darf nicht nur in Stuttgart stattfinden. Mir ist wichtig, regelmäßig vor Ort zu sein, zuzuhören und auch unterschiedliche Meinungen miteinander zu diskutieren. Genau dafür sind solche Formate gedacht“, erklärte Gunzelmann.
Sein Dank galt dem CDU-Stadtverband Mühlacker für die Unterstützung des Abendgesprächs sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen Austausch. Stadtverbandsvorsitzender und Stadtrat Dr. Peter Napiwotzky lobte den Abgeordneten als bienenfleißig und kompetent, der nicht nur vor Wahlen komme. „Wir sind froh, nun als Enzkreis wieder einen direkten Draht nach Stuttgart zu haben.“