CDU-Fraktion setzt sich für Sanierung der August-Hebenstreit-Straße in Mühlacker ein

11.08.2026

Beispielhaft für viele Straßen in Mühlacker an, nennt Industriestraße, Hermann-Hesse-Straße, Lienzinger Straße und Lindachstraße

Mühlacker. In einer Anfrage an die Stadtverwaltung hat Günter Bächle, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion Mühlacker, auf den prekären Zustand der August-Hebenstreit-Straße hingewiesen. „Zahlreiche Bau- und Grabarbeiten haben die Straße stark in Mitleidenschaft gezogen, was zu Unebenheiten und teilweise abgesackten Abschnitten geführt hat.“

In der Nähe der Hausnummer 15 befänden sich zwei recht breite Querrinnen, bei denen der Untergrund abgesackt ist. „Als fast täglicher Benutzer der Straße ist man nicht erfreut, wenn man beim Überfahren jeweils einen heftigen Schlag mitbekommt“, zitiert Bächle einen Anwohner. Von Nr.15 bis 25 bestünden zusätzlich deutliche Unebenheiten, die sich von Nr. 49 bis 53 fortsetzen. Im zuletzt genannten Abschnitt seien zwar immer wieder punktuelle Ausbesserungen vorgenommen, also Löcher aufgefüllt worden, ohne dass sich am schlechten Zustand etwas Entscheidendes verändert habe. „So gesehen kann man über weite Strecken hinweg von einer wahren Rüttelstrecke sprechen.“

Die CDU-Fraktion fordert daher eine umgehende Überprüfung und notwendige Reparaturen des Belags in den betroffenen Abschnitten. Obwohl eine vollständige Erneuerung aufgrund finanzieller Engpässe fraglich ist, sei es von größter Bedeutung, die Sicherheit und Qualität der Straßeninfrastruktur in Mühlacker zu erhalten.

Oberbürgermeister Stephan Retter kündigte in seiner Antwort an, dass der Schaden und seine Ursache überprüft werden und gegebenenfalls in den Jahresplan für Bauarbeiten integriert werden. Die Stadtverwaltung betont, derzeit würden vor allem akute Maßnahmen im Straßenbau priorisiert, wodurch es zu Verzögerungen in der Umsetzung kommen könne. Die August-Hebenstreit-Straße stehe symptomatisch für viele Straßen in Mühlacker.

Zum einen hätten viele Straßen den Zenit ihrer Laufzeit bereits überschritten und zum anderen würden Straßen immer wieder durch Fremdeinflüsse wie Leitungsbau, Grundstücksanschlüsse, Unfallschäden, etc. baulich geschädigt. Der OB: „Diese Fremdeinflüsse wirken sich mindestens in der Summe zusätzlich negativ auf die Laufzeit der Straßen aus, sind aus rechtlicher Sicht jedoch grundsätzlich zulässig.“ Hinzu komme, dass bedingt durch den jahrelangen Mangel an personellen Kapazitäten in der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren sowie aufgrund fehlender finanzieller Mittel keine Planung für eine gesamtheitliche Sanierung im Straßenbereich möglich gewesen sei.

Eine vollständige Sanierung der August-Hebenstreit-Straße sei in absehbarer Zeit nicht vorgesehen. Somit werden Schadstellen auch weiterhin punktuell mit dem Blick auf das Umfeld saniert.

Im Hinblick auf den aktuell stattfindenden Breitbandausbau und die Handhabung von Bauqualität und Gewährleistungen hat das Umwelt- und Tiefbauamt zurzeit einen erhöhten Aufwand, um die Dauerhaftigkeit der Maßnahmen im Sinne des Straßenbaulastträgers zu erreichen. In Fall der August-Hebestreit-Straße wird eine Analyse für die Handhabung von Folgeschäden durch den Leitungsbau vorgenommen werden.

Die CDU-Fraktion sieht laut Stadtrat Günter Bächle die Situation der August-Hebenstreit-Straße als beispielhaft für viele Straßen in Mühlacker an, nennt Industriestraße, Hermann-Hesse-Straße, Lienzinger Straße und Lindachstraße. Eine nachhaltige Lösung zur langfristigen Erhaltung der Straßeninfrastruktur in Mühlacker müsse daher dringend gefunden werden.

 

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