Stadtverwaltung und Bahn: Keine Antwort auf unsere Schreiben

05.02.2024

Die Stadtverwaltung wurde weder von der Deutschen Bahn noch von der SWEG/VPE über den gesperrten Zugang des Bahnhofsbereichs sowie über den zeitweise geschlossenen Schalter des Mobilitätszentrums (MoBiz) informiert, schreibt sie in der Antwort auf eine entsprechende Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Gemeinderat von Mühlacker, Günter Bächle.

Mühlacker. Die Stadtverwaltung wurde weder von der Deutschen Bahn noch von der SWEG/VPE über den gesperrten Zugang des Bahnhofsbereichs sowie über den zeitweise geschlossenen Schalter des Mobilitätszentrums (MoBiz) informiert, schreibt sie in der Antwort auf eine entsprechende Anfrage des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Gemeinderat von Mühlacker, Günter Bächle. Entsprechende Nachfragen der Stadtverwaltung bei den zuständigen Stellen seien leider unbeantwortet geblieben.
Die Anfrage des Stadtrats war vor einiger Zeit gestellt worden aufgrund von Beschwerden aus der Bürgerschaft, denn ein Zugang des Bahnhofes und seiner Geschäfte im Innenbereich war demnach nicht möglich, zudem die Türe zu, beschädigt und mit Flatterband abgesperrt (Reparatur) und der Zutritt nur über den Fluchtweg am Gleis 1 möglich.
„Nach Prüfung vor Ort konnten wir feststellen, dass der Zutritt in das Bahnhofsgebäude über den Haupteingang aufgrund der beschädigten und abgesperrten Tür nicht möglich war, sondern nur über den Fluchtweg Gleis 1“, zitiert Bächle in einer Mitteilung aus der Antwort der Stadtverwaltung, die damit die Richtigkeit der Beschwerde bestätigte. Aktuell seien alle Türen am Bahnhofsgebäude funktionsfähig und der Zugang somit gewährleistet.
Möglicherweise blieb der Schalter der Mobilitätszentrale wegen eines Personalausfalls geschlossen und es wurde eine kurzfristige Kundeninformation versäumt, argwöhnt die Stadt. Sie habe die SWEG und den VPE aufgefordert, die Kundschaft über geplante sowie kurzfristige Schließungen rechtzeitig zu informieren.
Der verschmutzte Zustand an Gleis 1 sei der Verwaltung bekannt. Die Müllsituation am Bahnhof Mühlacker sei „zur weiteren Veranlassung“, der DB als Verantwortlicher gemeldet worden. Die Stadt sei bemüht, die Sauberkeit des Bahnhofs, der das Stadtbild präge, mit entsprechenden Kontrollen im Auge zu behalten, um die Deutsche Bahn gegebenenfalls wieder zu kontaktieren, steht in der von Oberbürgermeister Frank Schneider unterschriebenen Antwort.
Inzwischen leitete die CDU-Fraktion neue Beschwerden weiter an Stadt und Landkreis, die jeweils einen finanziellen Beitrag für das Mobilitätszentrum leisten. Zudem wird beklagt, das Angebot der Automaten nehme auch ab. Eine Fahrkarte zum Sparpreis inklusiv Bahncard sei auch am Automaten nicht mehr erhältlich. Da es sich in Mühlacker um einen SWEG-Schalter handelt, bekomme man da auch keine Fahrkarten mehr in die Schweiz. Den Reisebüros seien die Verträge gekündigt worden. Ein weiterer Punkt betraf die Verunreinigung am Gleis 1. Der CDU-Fraktionschef zitiert einen Passanten mit dem Kommentar: „Da war anscheinend ein Trinkerabend gestern.“ Im Innenraum sei der Mülleimer aufgerissen worden.
Vor diesem Hintergrund will die Fraktion wissen, ob Leistungen des Mobilitätszentrums in einem vertretbaren Verhältnis stehen zu den Geldern, mit denen Stadt und Kreis diese Einrichtung mitfinanzieren. Es stelle sich zudem die Frage, ob der Spätladen neben dem Bahnhof genehmigt werden musste und ob es Auflagen gebe.

 

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