Erschließungsarbeiten in der Kritik

12.09.2017

CDU-Gemeinderatsfraktion mit gut 30 Bürgen im Neubaugebiet „Pforzheimer Weg“ in Großglattbach unterwegs – Anschließend Fragerunde im Bürgerhaus Alte Schule

Gut 30 Besucher kamen zu dem Fraktionstermin ins Neubaugebiet.zoom
Gut 30 Besucher kamen zu dem Fraktionstermin ins Neubaugebiet.

Mühlacker-Großglattbach. „Wir wurden mit einer tiefsitzenden Verärgerung von Bürgern über die Stadtverwaltung wegen Details der Erschließung des Neubaugebiets Pforzheimer Weg konfrontiert“, so der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle, in einer Pressemitteilung nach dem Lokaltermin der Unionsstadträte am Montagabend im Stadtteil Großglattbach. Gut 30 Besucher kamen zu dem Fraktionstermin.

Zu Beginn sagte Bächle, die Erschließungsarbeiten kosteten 1,27 Millionen Euro, lägen im Terminplan und würden bis spätestens Weihnachten 2017 abgeschlossen. Der Kreisel sei jetzt am Montag freigegeben worden. Für die knapp zwei Dutzend städtischer Bauplätze im “Pforzheimer Weg“ lägen etwa 140 Vormerkungen vor. Die Stadtverwaltung frage derzeit ab, wer noch Interesse hat. Die Frist laufe am 15. September ab. Vorrang hätten bei der Vergabe die Bewerber aus Großglattbach. Die starke Nachfrage zeige, dass es höchste Zeit gewesen sei für ein neues Baugebiet in dem Stadtteil.

Was dann kam, war – so die Fraktion – massive Kritik an Erschließungsmaßnahmen. Die Abwasserkanäle lägen zu hoch, so dass Hebeanlagen notwendig seien. In einem Fall (Bauantrag) habe die Verwaltung schon die Anschlussstelle korrigieren müssen. Die Hebeanlagen verteuerten das Bauen unnötig. In Serres und Roßwag würden die Kanalrohre tiefer gelegt, um Hebeanlagen zu vermeiden. Zudem sei teilweise Bauschutt oder Erd-/Stein-Gemisch auf Grundstücken abgelagert worden, das von den künftigen Bauherren entsorgt werden müsse, was zusätzliche Kosten verursache. Die Fraktion forderte, das Material schleunigst zu beseitigen. Eine weitere Klage: Mutterboden sei abgefahren beziehungsweise wild verteilt worden, wofür Stadtrat Theo Bellon kein Verständnis hatte.

Die Straße zur inneren Erschließung wurde in der Mitte mit einem Pflasterstreifen versehen, was als unnötig kritisiert wird. Baugebietsseitig ist der neue Gehweg an der Sankt-Markus-Straße teilweise nur 1,20 Meter breit, was als Fehlplanung bezeichnet werden müsse. Fußgänger und Kinderwagen, die sich begegnen, kämen schwerlich aneinander vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite – Bestandsbebauung – sollten, so der Wunsch, mehr Parkplätze statt Grünflächen angelegt werden, nachdem die Stadt mit der Grünpflege eh nicht nachkomme.

Während den Bauarbeiten am Kreisel wurde der Verkehr durchs benachbarte Wohngebiet, unter anderem die Lichtholzstraße, umgeleitet. Dabei entstandene Straßenschäden sollten bald beseitigt werden.

Bei der anschließenden öffentlichen CDU-Fraktionssitzung im Bürgerhaus Alte Schule kamen weitere Themen auf den Tisch, so auch der Standort des 50-km/h-Schildes zur Aufhebung von Tempo 30 in der Vaihinger Straße. „Wir regen an, das 50 km/h-Schild an die Einmündung Rathausgasse zu versetzen“, sagte Stadtrat Wolfgang Schreiber. Kritik gab es an der städtischen Straßenverkehrsbehörde, die die Gefahrenstellen besonders in der Vaihinger Straße immer wieder herunterspiele.

Andere Punkte laut Pressemitteilung: Das Salzsilo des städtischen Bauhofs in Großglattbach stehe an einem ungeeigneten Ort. Außerdem gingen benachbarte Bäume kaputt. Das Häldenwegle, zwischen Mostkelter und Wohngebiet Unteres Mehl, sei in einem schlechten Zustand. „Gibt es Pläne, entlang der Landesstraße zwischen Friedhof und auf Höhe Glattbach einen Gehwege zu bauen?“ Diese Frage gehört zu einer ganzen Liste von Themen, die die CDU-Fraktion heute im Rathaus als Auswertung ihres Termins in Großglattbach vorlegte. Rasches Handeln sei angesagt, so der Fraktionsvorsitzende.

 

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