CDU sieht Handlungsbedarf in der Bahnhofstraße

12.07.2017

Spaziergang von Bahnhof bis Rathaus - CDU-Stadträte wieder unterwegs

Mühlacker. Eine Verkehrszählung und damit aktuelle Daten über die Belastung der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof und Goethestraße fordert die CDU-Gemeinderatsfraktion. Bei einem abendlichen Spaziergang von Bahnhof bis Rathaus kamen die Stadträte auch mit Passanten ins Gespräch. Fazit laut Pressemitteilung der Fraktion: Zumindest subjektiv gesehen habe der Durchgangsverkehr stark zugenommen, die Situation sei höchst unbefriedigend. Stadtrat Wolfgang Schreiber sieht Anzeichen, dass als Folge der vorübergehenden halbseitigen Sperrung der Osttangente wegen des Kreiselbaus ein Teil des Umleitungsverkehrs durch die Bahnhofstraße fließt.

Beim Treffpunkt am Bahnhof erinnerte Fraktionsvorsitzender Günter Bächle daran, dass entsprechend des im April 2003 vom Gemeinderat verabschiedeten Verkehrskonzepts die Fahrbahn zwischen Drehscheibe und Heidinger 4,75 Meter schmal ist. Dort komme es häufig zu Konflikten im Begegnungsverkehr durch Busse und Lastkraftwagen. Beim Ausbau der oberen Bahnhofstraße habe sich der Rat für eine 5-Meter-Fahrbahn entschieden, weshalb dort die Lage wesentlich entspannter sei. Zudem habe die Hoffnung bestanden, dass wegen Tempo 20 nur diejenigen in die Bahnhofstraße einfahren, die dort einkaufen, arbeiten oder wohnen. Der Durchgangsverkehr sollte auf die verlängerte Ziegeleistraße ausweichen. Doch die Bahnhofstraße sei, so Stadtrat Matthias Trück, weiterhin als die Nord-Süd-Verbindung in den Köpfen drin.

Das Konzept müsse auf den Prüfstand, die nun lange Erfahrungszeit bewertet werden, so Bächle. Die Stadträte sagten, vor Jahren habe der Gemeinderat eine Entspannung im Begegnungsverkehr zu erreichen versucht, indem einzelne Parkplätze aufhoben worden seien, um Platz fürs Rangieren und Ausweichen zu schaffen. Diese Lösung sei verpufft, wie sich bei der Ortsbegehung zeigte, denn dort werde weiter munter geparkt, auch wenn es eng sei und das Pkw-Heck in die Fahrbahn hinein reiche und so zum Verkehrshindernis werde. Nicht angenommen werde von Radfahrern der Alternativfahrweg am Igelsbach. Zwar sei die Tiefgarage am Katzenbuckel stark frequentiert, dort werde die Feuerwehrzufahrt zu den altengerechten Wohnungen immer wieder zugeparkt, um „schnell mal Geld am Volksbank-Automaten zu holen“.

Hier seien genauso Kontrollen durch die Stadt notwendig wie in der Poststraße, um gegen das dortige wilde Parken vorzugehen. Die Stadträte Gisela Schmid-Beck und Wolfgang Buchtala beklagten, der Gehweg werde zugestellt, das einseitige Halteverbot werde regelmäßig missachtet. Besonders schlimm sei es freitags und samstags sowie in jener Zeit, in der vor dem früheren Enka-Kaufhaus ein fliegender Händler seine gegrillten Hähnchen anbietet. Da gebe es Rückstaus bis zum Kreisel, durchfahrende Autos würden behindert. Missfallen der CDU-Räte erregten auch im Freien gelagerte Abfälle zwischen Ex-Kaufhaus und Bahnhofsgaststätte.

In der Bahnhofstraßezoom
In der Bahnhofstraße
 

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